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Aktuelles

Seit Juli 2009 konnte in Kooperation mit dem Lichtenberger Kulturverein e.V. und mit Unterstützung des Bezirksamts Lichtenberg wie des Jobcenters eine täglich – auch am Wochenende (mit Ausnahme der Winterperiode) – besetzte Informationsstelle in der ehemaligen Polizeiloge im Eingangsbereich zur „Gedenkstätte der Sozialisten“ eingerichtet werden. Diese Maßnahme wurde zum Jahresende 2011 beendet. Die Bemühungen des Förderkreises um eine Wiederbelebung des Projekts waren erfolgreich. So standen die Mitarbeiter/innen der Projektgruppe Besuchern und für Forschungsaufgaben von April bis Ende November 2013 wieder zur Verfügung. Wir bemühten uns um eine neue Projektgruppe, die seit Frühjahr 2014 in Kooperation mit der gsub präsent war und für Besucher und Forschungsaufgaben bis zum Jahresende zur Verfügung stand.
Im Frühjahr 2015 konnte unter der Trägerschaft der Umwelt-Control-GmbH die Tätigkeit einer neuen Projektgruppe mit gleicher Zielrichtung aufgenommen werden.

 

Am 3. November 2014 wurde die Internetpräsentation www.wo-sie-ruhen.de freigeschaltet, die auch eine kostenlos angebotene Friedhofs-App als audio-visuelles Leitsystem beinhaltet. Unter den deutschlandweit aufgeführten 37 bedeutsamen historischen Friedhöfen befindet sich auch der Zentralfriedhof Friedrichsfelde mit zunächst 25 Gräbern bzw. Grabanlagen. Die Website/Friedhofs-App ist ausbaufähig und soll erweitert werden.

 

Der Förderkreis, der im Oktober 2015 sein 15-jähriges Bestehen beging, hatte mit Genehmigung der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde einen Steinmetz mit der Neuauslegung von verwitternden goldenen Inschriften (Namen und Lebensdaten) auf 49 Urnentafeln in der Gedenkstätte der Sozialisten beauftragt. Die Arbeiten wurden Ende Oktober 2015 abgeschlossen.

 

Im Juli 2016 wurden weitere Aufträge zur Pflege etlicher Grabmale erteilt. Die Arbeiten sind seit Herbstbeginn abgeschlossen.

In der Gedenkstätte wurden bei acht alten Grabsteinen die Inschriften erneuert, ein Grabstein wurde neu in der Ringmauer verfugt und die Bodenplatte für Julia Liebknecht gereinigt.

In der Gräberanlage Pergolenweg wurden die Inschriften auf 34 Steinen neu ausgelegt. Zwei Steine wurden aufgerichtet bzw. neu befestigt.

Die Inschrift auf dem Grabstein für den von bis heute Unbekannten ermordeten Volkspolizisten Helmut Just wurde in der ursprünglichen Farbe Anthrazitgrau neu ausgelegt.

Ebenso wurde die Inschrift auf dem Grabstein für den Astronomen Friedrich Simon Archenhold und seine Angehörigen neu vergoldet.

 

Bereits zum 12. Mal stellte der Förderkreis im Jahr 2016 ein Verzeichnis mit "runden" Gedenktagen (insbesondere Geburts- und Todestage von auf dem Friedhof Beigesetzten) ein. Die Verzeichnisse sind geordnet nach Jahren und nach Monaten. Einzelne Personen - auch aus vergangenen Jahren - können Sie über den Menupunkt Suche und eine Namenseingabe finden. Die Gedenktagezusammenstellungen für die Jahre 2005 bis 2015 finden Sie im Menupunkt Archiv.

 

Am Sonnabend, dem 29. Oktober 2016, um 13 Uhr, startet die Berliner VVN-BdA ihre diesjährige Herbstkampagne zur Pflege der Gräberanlage für die Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes auf dem Zentralfriedhof Friedrichfelde. Weitere Arbeitseinsätze finden immer sonnabends statt am 5. November, 12. November und 19. November, jeweils von 13 - 16 Uhr.

Das Laub muss aus der Anlage entfernt, Unkraut beseitigt und Grabsteine müssen gereinigt werden. Wer hat, sollte auch eigene Arbeitsmittel mitbringen (Eimer, Bürste, Handschuhe, Garten-/Astschere).

Helfer sind jederzeit willkommen, Treffpunkt ist an der VdN-Gräberanlage.

 

Das Mitglied des Förderkreises VVN-BdA Berlin schickte nachstehenden Bericht über eine internationale Aktion im Spätsommer 2016:

„Vom 22.8. - 2.9.2016 fand in Berlin das 1. Internationale Jugend-Workcamp 80 Jahre Bildung der Internationalen Brigaden –Spanischer Krieg 1936-1939“ statt, das von der Vereinigung junger Freiwilliger (VjF e.V.) in Kooperation mit dem Verein ‚Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939 e.V.‘ (KFSR) organisiert worden war. In der ‚antifa - Magazin der VVN-BdA für antifaschistische Politik und Kultur‘ (Ausgabe September/Oktober 2016) ist zu lesen, dass die zwölf Jugendlichen aus Frankreich, Italien, Pakistan, Polen, Russland, Spanien, Slowenien, Tschechien und der Ukraine durch ihre freiwillige Arbeit an Gräbern von Antifaschisten auf dem Friedhof Friedrichsfelde an die Thematik des Kampfes um die Verteidigung der Spanischen Republik herangeführt wurden: ‚So berichtete Eva aus Slowenien, dass sie sich, als sie die Zusage zur Teilnahme erhielt, in Geschichtsbüchern kundig machte. Dabei entdeckte sie auch in ihrer Heimstadt ein Denkmal und Straßennamen von slowenischen Interbrigadisten. »Leider«, so Eva, »hatte ich davon bisher nichts gewusst.« Mit kriminalistischem Eifer glichen die Camp-Teilnehmer die Friedhofsangaben zu den VVN-Grabfeldern mit dem 2015 erschienenen Lexikon der deutschen Spanienkämpfer ab. Damit komplettierten sie die bisher noch lückenhafte Dokumentation über die letzten Ruhestätten der Spanienkämpfer in Berlin. Diesem Ziel diente auch die Wiederherstellung der Lesbarkeit der Steininschriften. Jeder Freiwillige wird am Ende mindestens von einem, »seinem« restaurierten Stein wissen, welcher Mensch sich hinter dem Namen verbirgt. Die zehntägigen Arbeiten markierten den Beginn der Umsetzung des gemeinsamen Aufrufes von VVN-BdA und KFSR zur Ehrung der Freiwilligen, die der bedrängten Republik unter Einsatz ihres Lebens zur Hilfe eilten. Für Tanit aus Spanien, Campleiterin, sind die Arbeiten Anregung gewesen, ihre Mutter in Spanien anzurufen, um mehr über die Gründe der 14jährigen Haft des Großvaters zu erfahren. Er war republikanischer Soldat und kämpfte gegen Franco. Alle Beteiligten waren einig: Diese Arbeit muss 2017 fortgeführt werden.“

Der Förderkreis unterstützte die Arbeiten.

 

Friedhofsführungen s. Seitenende

 

Weitere Veranstaltungen:

 

Während des "Stillen Gedenkens" am 10. Januar 2016 wurden vom Förderkreis für seine weitere Arbeit in und an der Gedenkstätte der Sozialisten und auf dem Friedhof 2.111,79 EURO (im Vorjahr 633,80 EURO) gesammelt. Wir danken allen, die mit ihrer Spende auch weiterhin notwendige Arbeiten an der Anlage ermöglichen. Spenden für die Arbeit des Fördervereins können auf das Konto des "Förderkreis Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde e.V." bei der Postbank Berlin IBAN DE02 1001 0010 0647 8541 07   BIC PBNKDEFF eingezahlt werden. Wenn eine Quittung gewünscht wird, vermerken Sie bitte das Wort "Spende" auf der Überweisung.

 

Informationen über weitere vergangene Termine finden Sie unter dem Menupunkt Archiv.

 

Hingewiesen sei auf die 2006 erschienene Broschüre von Prof. Dr. Jürgen Hofmann "Zentralfriedhof Friedrichsfelde Berlin" (Fotos von Florian Bolk), 24 Seiten, Stadtwandel Verlag, Die Neuen Architekturführer Nr. 91, ISBN 3-93712373-3. Zu erhalten ist die Broschüre für 2,50 EURO über den Buchhandel.

 

Zur Verfügung steht auch ein kostenloses Faltblatt des Förderkreises zum Friedhof mit dem Rundweg (in deutscher und englischer Sprache). Den auf dem Friedhof über das Wegeleitsystem ausgeschilderten Rundweg können Sie sich unter dem Menupunkt Rundgang als pdf-Datei aufrufen und ausdrucken.

 

Alle Seiten dieses Internetauftritts haben eine Druckversion. So sind auch alle Tafeln der Ausstellung ausdruckbar.

 

Öffentliche Führungen ("Friedrichsfelder Friedhofsspaziergänge")
mit Prof. Dr. Jürgen Hofmann und Klaus Schäling gibt es Jahr 2016 nicht mehr. Die letzte Führung fand am 9. Oktober statt.

Wenn die Führungstermine für 2017 feststehen, werden sie hier wieder aufgeführt.

 

Fahrverbindungen zum Friedhof:
Bus 256 ab Siegfriedstraße / Frankfurter Allee (Westausgang des U-Bahnhofs Lichtenberg im 20-Minuten-Takt; leider nur Montag - Freitag!). Kein Busverkehr am Wochenende und an Feiertagen.
Straßenbahnlinien (Tram) 18 und 21 (Haltestelle Guntherstraße [Fanningerstraße/Gernotstraße]), anschließend kurzer Fußweg.
S-, U- und Regionalbahn Bahnhof Lichtenberg (ca. 15 Minuten Fußweg)

 

Übrigens: Am 21. Mai 2016 wurde der Zentralfriedhof Friedrichsfelde 135 Jahre alt.



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