Aktuelles
Seit Juli 2009 konnte in Kooperation mit dem Lichtenberger Kulturverein e.V. und mit Unterstützung des Bezirksamts Lichtenberg wie des Jobcenters eine täglich – auch am Wochenende (mit Ausnahme der Winterperiode) – besetzte Informationsstelle in der ehemaligen Polizeiloge im Eingangsbereich zur „Gedenkstätte der Sozialisten“ eingerichtet werden. Diese Maßnahme ist zum Jahresende 2011 beendet worden. Der Förderkreis ist um eine Wiederaufnahme bemüht.
Friedhofsführungen s. Seitenende
Veranstaltungen:
Am Donnerstag, dem 1. Dezember 2011 legte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, um 9.30 Uhr aus Anlass des 150. Geburtstags von Carl Legien an dessen Grabstein ein Blumengebinde nieder und würdigte den großen deutschen Gewerkschaftsführer.
S. hierzu die Mitteilung des DGB:
www.dgb.de/presse/++co++42d0164e-1c0c-11e1-67ce-00188b4dc422
Sommer legte anschließend auch Blumen am benachbarten Grabstein von Emma Ihrer nieder.
Legiens gedachten darüber hinaus durch Angebinde bzw. Kränze die Vorstände der SPD und der Partei Die Linke, der Regierende Bürgermeister von Berlin und der Bezirksbürgermeister von Berlin-Lichtenberg, Andreas Geisel. Die Linke war repräsentiert durch ihren paritätischen Vorsitzenden Klaus Ernst, für die SPD kam der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen und Mitglied des Parteivorstands, Ottmar Schreiner.
Die Mitte Oktober von Unbekannten gestohlene Bronzetafel auf Legiens Grabstein konnte kurzfristig auf Initiative des Förderkreises und finanziert vom DGB durch eine Edelstahltafel ersetzt werden.
Am Mittwoch, dem 18. Mai 2011 wurde um 13 Uhr an seinem Sterbehaus in Berlin-Tiergarten-Süd, Derfflingerstraße 21, eine Berliner Gedenktafel für den in Friedrichsfelde beigesetzten zweimaligen und letzten demokratisch legitimierten Reichskanzler der Weimarer Republik, Hermann Müller, enthüllt. Aus diesem Anlass sprachen Dr. Bernd Braun (Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte), Dr. Frank-Walter Steinmeier (Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion) und Michael Müller (Vorsitzender der SPD Berlin) vor den ca. 120 Menschen, die aus diesem Anlass gekommen waren.
Die Gedenktafel wurde vom Förderkreis initiiert. Die Finanzierung übernahmen der Bundesverband und der Landesverband Berlin der SPD.
Am Sonnabend, dem 21. Mai 2011 veranstaltete das Bezirksamt Lichtenberg um 11 Uhr aus Anlass des 130. Jahrestags der Eröffnung des "Central-Friedhofs Friedrichsfelde" eine Festveranstaltung in der Feierhalle auf dem Friedhof. Zur Begrüßung sprachen Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich und die Bezirksstadträtin für Kultur und Bürgerdienste Katrin Framke. Ein Grußwort überbrachte Landeskonservator Prof. Dr. Jörg Haspel und den Festvortrag hielt der Historiker und ausgewiesene Kenner des Friedhofs Prof. Dr. Jürgen Hofmann. Im Anschluss fanden Sonderführungen über den Friedhof statt. Außerdem wurden vom Förderkreis finanzierte Nachdrucke eines Friedhofplans von Hermann Mächtigs aus dem Jahr 1882 im Format von ca. DIN A2 und DIN A3 angeboten. Diese Pläne sind im Infopunkt auf dem Friedhof zum Selbstkostenpreis von 5,- bzw. 7.- Euro erhältlich.
Der VVN-BdA Berlin lud ein zum "Frühjahrsputz" in der Gräberanlage für Opfer des Nationalsozialismus auf dem Zentralfriedhof an den Sonnabenden, 16. April, 7. Mai und 21. Mai 2011, jeweils zwischen 13 und 16.30 Uhr. Es wurden Grabsteine freigelegt und gesäubert und Unkraut beseitigt.
Während des "Stillen Gedenkens" am 15. Januar 2012 wurden vom Förderkreis für seine weitere Arbeit in und an der Gedenkstätte der Sozialisten und auf dem Friedhof 615,92 EURO (im Vorjahr 1.202,49 EURO) gesammelt. Hinzu kamen eine 5 DM-Münze sowie etliche ungültige und einige Kleinmünzen fremder Währungen. Wir danken allen, die mit ihrer Spende auch weiterhin notwendige Arbeiten an der Anlage ermöglichen.
Spenden für die Arbeit des Fördervereins können auf das Konto des "Förderkreises Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde e.V." 647854107 bei der Postbank Berlin (BLZ 10010010) eingezahlt werden. Wenn eine Quittung gewünscht wird, vermerken Sie bitte das Wort "Spende" auf der Überweisung.
Am Sonnabend, dem 8. Januar 2011, legte im Rahmen einer Gedenkveranstaltung aus Anlass des 100. Todestages von Emma Ihrer der Parteivorstand der SPD an ihrem Grab in der Gedenkstätte der Sozialisten einen Kranz nieder. Es sprach die Historikerin Helga Grebing.
Am Montag, dem 31. Januar 2011 legten am Grab von Paul Singer im Rahmen einer Gedenkveranstaltung aus Anlass seines 100. Todestages der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Parteivorstand, Landesverband Berlin und Historische Kommission der SPD, der Vorwärts Verlag und der Paul-Singer-Verein Kränze und Blumengebinde nieder. An Paul Singers Leben und Wirken erinnerten vor den gut 100 Teilnehmern Susanne Kitschun (Geschäftsführerin des Paul-Singer-Vereins), Walter Momper (Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin) und Barbara Hendricks (Schatzmeisterin der SPD). Bereits zuvor hatte eine Delegation des Berliner Landesvorstands der Partei DIE LINKE einen Kranz niedergelegt.
Im Auftrag des Förderkreises Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde e.V. sind - unabhängig von den Sanierungsarbeiten 2005/2006, die den Verfall der Anlage stoppten und den angesichts drohender Sperrungen weiteren Zugang zur Gedenkstätte der Sozialisten ermöglichten - im Herbst 2007 die verwitternden Namen und Lebensdaten an 14 Urnengrabstellen in der Gedenkstätte der Sozialisten sowie an 27 Grabsteinen in der Anlage "Pergolenweg" neu ausgelegt worden. Ein eingesunkener Grabstein wurde aufgerichtet und neu befestigt.
Im Dezember 2007 konnten in der Grabanlage Pergolenweg vier umsturzgefährdete Grabsteine (darunter der von Greta Kuckhoff) neu gesichert werden. Diese Arbeiten wurden durch die Partei DIE LINKE ermöglicht, die Mitglied des Förderkreises ist.
Das Grabmal des am Abend des 30.12.1952 von einem oder mehreren Unbekannten an der Behmstraße (Prenzlauer Berg) unweit der Behmstraßenbrücke erschossenen Volkspolizisten Helmut Just ist im Frühjahr 2008 auf Empfehlung der Gedenktafelkommission Lichtenberg wieder an seinen ursprünglichen Standort zurückversetzt worden. Wegen einer noch in der DDR geplanten Ausweitung des Gräberfeldes "Pergolenweg" war es neben dem Grab des Schriftstellerehepaares Alex Wedding / F.C. Weiskopf aufgestellt worden. Die sterblichen Überreste Justs verblieben jedoch unangetastet in der Erde. Mit der Rückversetzung ist jetzt das tatsächliche Grab wieder kenntlich.
Hingewiesen sei auf das 2006 errschienene von Prof. Dr. Jürgen Hofmann geschriebene Heft "Zentralfriedhof Friedrichsfelde Berlin" (Fotos von Florian Bolk), 24 Seiten, Stadtwandel Verlag, Die Neuen Architekturführer Nr. 91, ISBN 3-93712373-3. Zu erhalten ist die Broschüre für 2,50 EURO über den Buchhandel und auch an der neu eingerichteten Informationsstelle auf dem Friedhof.
Ebenfalls in der Friedhofsverwaltung und in der Informationsstelle auf dem Friedhof erhältlich sind das Buch von Joachim Hoffmann "Berlin-Friedrichsfelde. Ein deutscher Nationalfriedhof" (Berlin 2001) und das (kostenlose) Faltblatt des Förderkreises zum Friedhof mit dem Rundweg (in deutscher und englischer Sprache).
Führungen ("Friedrichsfelder Friedhofsspaziergänge")
mit Prof. Dr. Jürgen Hofmann und Klaus Schäling
Sonntag, 13. Mai, 14 Uhr
Frauenschicksale. Ein Rundgang zu Gräbern berühmter sowie vergessener Frauen
Sonnabend, 16. Juni, 16 Uhr (Tickets im Vorverkauf und Vorort)
Sonntag, 17. Juni, 14 Uhr (Tickets im Vorverkauf und Vorort)
Führungen über den Zentralfriedhof zum "Langen Tag der StadtNatur"
(s.a. www.langertagderstadtnatur.de)
Sonntag, 15. Juli, 14 Uhr
Im Visier des Misstrauens. Opfer stalinistischer Repression
Sonntag, 19. August, 14 Uhr
Von Meyerheim bis Womacka. Maler, Grafiker, Bildhauer. Ein Rundgang zu Künstlergräbern
Sonnabend, 8. September, 14 Uhr (keine Teilnehmergebühr)
Sonntag, 9. September, 14 Uhr (keine Teilnehmergebühr)
Führungen über den Zentralfriedhof zum "Tag des offenen Denkmals"
Sonntag, 28. Oktober, 14 Uhr
Berliner Kommunalpolitiker. Ein Rundgang zum 775. Jubiläum Berlins
Treffpunkt:
Eingang zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße 20
Kostenbeitrag (soweit nicht anders angegeben):
4,- Euro, ermäßigt 2,- Euro (Sozialpass, Schüler, Studenten), Kinder bis 14 Jahre frei
Änderungen vorbehalten!
Fahrverbindungen:
S- und U-Bahn Bahnhof Lichtenberg (ca. 10-15 Minuten Fußweg)
Ringbuslinie 193 im 20-Minutentakt ab Bf. Lichtenberg (nur werktags!)
Straßenbahnlinien (Tram) 18 und 21 (Haltestelle Guntherstraße), kurzer Fußweg
Übrigens: Am 21. Mai 2012 wird der Zentralfriedhof Friedrichsfelde 131 Jahre alt.
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